15.07.2006

Um mich herum ist’s tiefe Nacht,
als ich im Bette aufgewacht.
Der Mond ist schwarz, kein Sternenschimmer,
nur Dunkelheit in meinem Zimmer.

Ein Poltern, Pfeifen kommt von draußen,
dazu ein tiefes, dunkles Brausen.
Ich steh‘ am Fenster – die Straß‘ ist leer,
dahinter rauscht nur leis‘ das Meer.

Ein Tier war’s wohl, das weckte mich,
ein Traum vielleicht, der fürchterlich.
Jetzt Stille nur und Dunkelheit,
niemand zu sehen weit und breit.

Doch tief im Innern wird’s mir Bang,
vom ungewohnten, dunklen Klang.
Was, wenn es doch was andres war,
holt mich im Dunkeln hier nun gar?

Da schlägt die Uhr vom Kirchturm her,
mein Herz scheint gar nicht mehr so schwer,
ein Schlag nur, eins, es vorbei,
davon, die ganze Geisterei.

Beruhigt lege ich mich nieder,
die Ängste kommen nicht mehr wieder,
die Lider fallen sacht mir zu,
ganz still find ich nun meine Ruh‘.