17.11.2005

Wie ein Flickenteppich erstreckst du dich vor mir,
gewoben aus grau und grün,
durchzogen von Fäden, die glitzern wie Adern aus Licht.
Schnelle Pünktchen, die dich durchqueren in rasender Eil:
Von grau zu grün und wieder zu grau – ein endloses Netz auf dem Heimweg in der Abenddämmerung.

An anderer Stelle Aufbruch,
Nachtschwärmer am blauen Beginn der Dunkelheit,
die in dir doch nie wirklich wird.
Kein Dunkel und keine Rast –
Ruhe nur kurzzeitig – so scheint es.

Doch da, im Grün, am Tage dann bei Sonnenschein,
da füllt es sich, da ruht man gemeinsam.
Kein Stillstand zwar,
doch ein Gleiten
inmitten des Rasens von Zeit und Raum,
das dich erfüllt,
dich mitreißt von Tag zu Nacht und Nacht zu Tag,
wenn wieder die Dämmerung deine Adern ins Licht erhebt
oder sie morgens, nach reger Nacht, verblassen lässt,
zu Strömen aus Bahnen, Autos, Menschen,
die sich ihren Weg suchen
durch dich
– Berlin.